Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ist ein bewährtes Fassadensystem für Wohn-, Büro-, Bildungs- und öffentliche Gebäude. Die BaBau QS GmbH aus Essen ist auf die Qualitätssicherung, Bauüberwachung und Projektleitung von VHF-Projekten spezialisiert und bringt über 40 Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich mit – bei Projekten in ganz Deutschland.
Wie ist eine VHF-Fassade aufgebaut?
Eine VHF besteht aus mehreren funktional getrennten Schichten:
- Tragende Außenwand – etwa aus Stahlbeton, Mauerwerk oder einer Stahlkonstruktion. Sie nimmt die Lasten der Fassade über Verankerungen auf.
- Unterkonstruktion – meist aus Aluminium, teilweise aus Stahl oder Holz. Wandhalter und Profile tragen die Bekleidung und gleichen Unebenheiten der Wand aus.
- Wärmedämmung – in der Regel Mineralwolle, die vollflächig und dauerhaft an der Wand befestigt wird.
- Hinterlüftungsebene – ein durchgehender Luftraum zwischen Dämmung und Bekleidung, nach DIN 18516-1 in der Regel mindestens 20 mm breit, mit Zu- und Abluftöffnungen.
- Bekleidung – zum Beispiel Faserzement, Keramik, Aluminium, HPL oder Naturstein. Sie schützt vor Witterung und bestimmt das Erscheinungsbild.
Welche Vorteile bietet eine vorgehängte hinterlüftete Fassade?
- Bauphysik: Feuchtigkeit aus Wand und Dämmung wird über die Hinterlüftung abgeführt. Wetterschutz und Wärmeschutz sind konstruktiv getrennt.
- Gestaltung: Die große Auswahl an Bekleidungsmaterialien, Formaten und Fugenbildern ermöglicht vielfältige Fassadenbilder.
- Dauerhaftigkeit: Bei fachgerechter Ausführung gilt die VHF als langlebig und wartungsarm.
- Sanierung: Bestehende Gebäude können energetisch ertüchtigt werden, oft ohne tiefe Eingriffe in die Bestandswand.
- Austauschbarkeit: Einzelne Bekleidungselemente lassen sich bei Beschädigung in vielen Systemen gezielt ersetzen.
Worauf achtet die Qualitätssicherung bei einer VHF?
Die Vorteile der VHF stellen sich nur ein, wenn alle Schichten fachgerecht ausgeführt sind. Weil die meisten Bauteile nach der Montage verdeckt sind, müssen sie vorher geprüft werden.
Verankerung und Unterkonstruktion
Geeignete Dübel, korrekte Setztiefen und Randabstände, die Anordnung von Fest- und Gleitpunkten sowie Dehnfugen in der Unterkonstruktion – hier entscheidet sich die Standsicherheit der Fassade.
Dämmung
Die Dämmplatten müssen lückenlos und dicht gestoßen sein und dürfen sich nicht in die Hinterlüftungsebene wölben. Fehlstellen führen zu Wärmebrücken.
Hinterlüftung
Der Luftraum muss durchgehend sein, die Öffnungen am Fußpunkt und am oberen Abschluss ausreichend groß und vor Kleintieren geschützt.
Brandschutz
Abhängig von Gebäudeklasse und Bauordnung können nichtbrennbare Baustoffe und Brandsperren in der Hinterlüftungsebene erforderlich sein. Ihre vollständige und lagerichtige Ausführung ist ein zentraler Prüfpunkt.
Bekleidung und Anschlüsse
Befestigungsabstände, Fugenbreiten, Ebenheit und Fluchten sowie die Anschlüsse an Fenster, Sockel und Attika bestimmen Funktion und Erscheinungsbild.
Wenn Sie eine VHF planen, ausführen lassen oder abnehmen möchten, unterstützen wir Sie mit Planungsprüfung, Bauüberwachung und Abnahmebegleitung.

